Dein Wiedehopf-Moment
Shownotes
Manchmal zeigt uns das Leben ein Zeichen – aber wir sehen es erst, wenn wir wirklich bereit sind. In dieser Folge erzähle ich dir von meinem Wiedehopf-Moment: ein Vogel und ein Augenblick voller Fülle.
Du erfährst, warum Fülle wenig mit Geld oder Besitz zu tun hat, sondern mit einem inneren Zustand von Dankbarkeit, Freiheit und Frieden. Und ich lade dich ein, deine eigenen kleinen Fülle-Momente im Alltag bewusster wahrzunehmen.
✨ Am Ende wartet eine kleine Übung auf dich: innehalten, dich spüren und vielleicht an Zeichen erinnern, die schon längst da sind – Menschen, Tiere, Ereignisse oder Bilder – die dich reichlich beschenkt fühlen lassen.
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Transkript – Folge 2: Dein Wiedehopf-Moment
Herzlich willkommen beim Podcast Dein blinder Fleck.Ich bin Melanie Fischer, Coach und Mentorin für Trauma und Prägung.
Hier geht es nicht um schöne Worte oder schnelle, catchy Hacks, sondern um das, was wir oft nicht sehen können oder sehen wollen: unsere eigenen blinden Flecken. Alte Muster, Prägungen und die Autobahnen in deinem Gehirn, die dich immer wieder in denselben Modus ziehen – ins alltägliche Funktionieren, egal wie sehr du dich anstrengst, da rauszukommen.
Hier wird es ehrlich, unverschönt und klar. Für Menschen, die nicht nur durchhalten, sondern sich endlich wieder lebendig fühlen wollen.
Ja, hi ihr Lieben. Heute möchte ich gerne mit euch über die Themen Manifestation und Fülle sprechen.Denn ich finde, man hört irgendwie nur noch: „Das hab ich mir manifestiert“ oder „Das musst du dir nur manifestieren.“In meinen Ohren klingt das oft so, als würde man einfach nur eine Wunschliste ans Universum schreiben müssen und schon ist die Welt wieder in Ordnung.
Ich möchte euch heute meine eigene Geschichte zu diesem Thema erzählen.
Diese Geschichte beginnt damit, dass ich eines Tages morgens meditiert habe.In dieser Meditation ging es um die Themen Fülle, um Dankbarkeit und um die kleinen Momente, Geschenke und Zeichen im Leben.
Und als ich gerade wieder zu mir kam, die Augen öffnete und ankam, landete auf meiner Terrasse tatsächlich ein Wiedehopf.
Man muss wissen: Ich bin ein wahnsinniger Vogelfreak. Wirklich, Vögel machen mich unglaublich glücklich. Ich füttere auch das ganze Jahr und erfreue mich sehr an ihnen – sie beruhigen auch mein Nervensystem.
Und da saß er: ein Wiedehopf. Wiedehopfe – ich weiß tatsächlich nicht mal die Mehrzahl – sind so selten. In Niedersachsen eigentlich gar nicht. Und genau so ein Vogel landet bei mir auf der Terrasse.
Ich war völlig geflasht. Der Vogel ließ sich nicht stören, lief in den Garten, pickte herum und ich durfte ihn eine ganze Weile beobachten.
In diesem Moment, als ich da stand, war ich einfach nur wahnsinnig glücklich, wahnsinnig dankbar, total friedlich und beseelt.Ich dachte mir: Reichlicher beschenken könnte man mich gar nicht.
Und das war der Moment, wo ich mir dachte: Genau darum geht’s. Das ist der Kern von Fülle.
Viele Menschen verbinden Fülle mit Geld, mit Reichtum. Sie denken, dass Menschen, die viel Geld haben, automatisch glücklicher sind, automatisch weniger Probleme haben.
Doch Fülle bedeutet, in einen inneren Zustand zu kommen. Denn auch wenn der Porsche vor der Tür steht und man ständig in den Urlaub fährt – wenn man innerlich getrieben ist, immer noch mehr zu wollen, wenn man nicht dankbar sein kann für das, was ist, wenn man den eigenen Wert nicht sieht, dann hilft dieser ganze Reichtum nichts.
Und das war mein Wiedehopf-Moment. Ein echter Fülle-Moment.Es geht darum, immer mehr in diesem Zustand zu sein, um die Möglichkeiten und Zeichen im Leben überhaupt wahrzunehmen.
Vielleicht fragst du dich jetzt: „Wie soll ich in so einen Zustand kommen? Für so eine Meditation habe ich gar keine Zeit.“
Es sind tatsächlich die kleinen Momente im Leben – und die sind auch in den vollsten Alltag integrierbar.
Wenn du das nächste Mal eine Tasse Kaffee oder Tee trinkst, nimm sie in die Hand. Fühl die Wärme. Schmeck bewusst. Leg dabei das Handy weg – ganz wichtig.
Oder wenn du duschst: Beobachte, was in deinem Kopf los ist. Denkst du an das, was war? Oder an das, was kommen könnte? Wir denken 60–70.000 Gedanken pro Tag, die meisten davon negativ. Wenn du dich dabei ertappst, sei liebevoll mit dir.
Komm mit deiner Aufmerksamkeit zurück. Lenke sie auf das Wasser auf deiner Haut: Wo trifft es auf, wie ist der Druck, die Temperatur? All diese kleinen Momente können so viel verändern.
Eine weitere Möglichkeit: kleine Strecken zu Fuß gehen.Ich hole zum Beispiel öfter meinen Sohn vom Schulbus ab. Die Strecke ist nicht weit, und trotzdem fahre ich oft mit dem Auto, weil es bequemer ist. Aber wenn ich zu Fuß gehe, dann sehe ich: hier einen Käfer, dort einen Vogel, eine Spinne, Blumen beim Nachbarn, die Wolken.
Und selbst wenn ich an der Straße laufe und vor mich hin grinse – unglaublich viele Menschen lächeln zurück. Allein das gibt ein gutes Gefühl.Und wenn ich dann mit meinem Sohn nach Hause gehe, erleben wir all das gemeinsam. Das ist viel inniger als zusammen im Auto zu sitzen.
Wenn man ein bewegtes Leben hatte, gerade in der Kindheit, dann kann es unglaublich schwer sein, etwas Schönes im Leben zu finden.Es kann schwer sein, Dankbarkeit zu empfinden.
Wenn das bei dir so ist: Bitte bewerte dich nicht. Das ist keine Schwäche.Es ist normal: Wenn das Nervensystem im Überlebensmodus ist, ist es schwer, die kleinen Dinge wahrzunehmen.
Und selbst dann kannst du am Abend sagen: „Okay, heute konnte ich nichts Schönes erkennen. Aber ich habe diesen Tag überlebt. Heute Morgen wusste ich nicht wie, und heute Abend habe ich es geschafft.“Morgen kannst du wieder schauen, ob es vielleicht etwas Schönes gibt.
Manchmal helfen kleine Post-its: am Spiegel, am Kühlschrank, am Nachttisch oder am Armaturenbrett. Kleine Erinnerungen, kurz innezuhalten, wahrzunehmen: Was ist gerade in mir los?
Das Spannende ist: Oft sind Zeichen längst da – aber wir können oder wollen sie nicht sehen.
Ein Beispiel: Der Wiedehopf war schon seit 2022 in meinem Leben, ohne dass ich es wusste.Damals haben wir im Urlaub in Costa Rica ein Bild gekauft – gemalt von einem indigenen Künstlerpaar. Mich zog dieser Vogel magisch an. Er war abstrakt, gewöhnungsbedürftig, aber wunderschön.
Seitdem hängt er bei uns im Schlafzimmer.Neulich fragte mein Sohn: „Mama, was ist das eigentlich für ein Vogel?“ Ich wusste es nicht. Für mich war es ein „Aztekenvogel“. Also fragte ich ChatGPT.
Und es stellte sich heraus: Es ist ein Wiedehopf.In der indigenen Kultur steht er für Lebendigkeit, Transformation und Fülle.
In diesem Moment machte es Klick.Erst als ich bereit war, mir selbst zu sagen: „Es ist in Ordnung, ein gutes Leben zu führen. Ich muss nicht auf Absolution warten. Ich bin es wert, ein gutes Leben zu führen“ – erst da habe ich das Zeichen erkannt.
Seitdem setze ich mich jeden Abend vor dieses Bild und sage: Danke. Danke, dass du mich an die Fülle und Lebendigkeit erinnerst.
Zum Schluss möchte ich dich einladen, einen Moment innezuhalten.Wenn möglich, schließe deine Augen. Atme tief durch die Nase ein, halte kurz inne und atme durch Mund oder Nase wieder aus. Komm für einen Moment bei dir an.
Spür deine Füße auf dem Boden. Stell dir vor, wie Wurzeln aus ihnen in die Erde wachsen, die dir Halt, Sicherheit und Schutz schenken.
Spüre: Gibt es irgendwo Druck, Enge, Wärme, Kälte, ein Kribbeln, ein Grummeln?Nimm einfach nur wahr, ohne zu bewerten.
Vielleicht fragst du dich: Gibt es in meinem Leben schon Zeichen, Menschen, Ereignisse, Tiere, Bilder – die mich reichlich beschenkt fühlen lassen?Vielleicht bist du jetzt offen für deinen persönlichen Wiedehopf-Moment.
Und vielleicht bist du einfach nur dankbar für diesen Moment, den du dir gerade genommen hast.
Das war Dein blinder Fleck – ehrlich, unverschönt und klar.
Danke, dass du dabei warst.Wenn dir diese Folge gefallen hat, abonniere den Podcast und teile ihn mit Menschen, die mehr wollen, als nur durchzuhalten.
Alle Infos zu meinen Angeboten und den direkten Link zu meiner Website findest du in den Shownotes.
Wir hören uns in der nächsten Folge.Ich freue mich auf dich – bis bald.
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